| Bergpredigt (27) | Lugar/Ort:Reffino
Fecha/Datum:23/09/1962 | Otros Lugares/Weitere Predigtorte: Aldea Protestante, 1-4-1962 | | Año Eclesiástico/Kirchenjahr: | | Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Matthäus 7, 15-20 | | |
| Skopus: Falsche Propheten | | Bergpredigt (27) - Matthäus 7, 15 - 20 "Jesus tat seinen Mund auf, lehrte seine Jünger und sprach: Nehmt euch in acht vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, darunter aber reissende Wölfe sind. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben von den Dornen oder Feigen von den Disteln pflücken? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen."
In den vorangehenden Versen hatte Jesus Christus uns Menschen eingeladen, doch auf jeden Fall darauf zu achten, dass wir den Eingang zum Himmel, zum Reich Gottes, nicht verfehlen und daran vorübergehen und damit uns unsere ewige Herrlichkeit verscherzen. Während seiner ganzen Erdenzeit wird Jesus nicht müde, seine Jünger auf den rechten Eingang aufmerksam zu machen. Immer und immer wieder zeigt uns der Herr durch sein Reden und durch sein Tun, wo dieser Eingang zur ewigen Freude und Herrlichkeit zu finden ist. Er wird nicht müde, es aller Welt zu bezeugen und zu verkündigen, dass er allein die Tür zum Reich Gottes ist, dass er allein der Weg ist, der direkt zum Vater im Himmel führt. Wer an ihn glaubt, der braucht sich um seine Zukunft keine Sorgen zu machen. Seine Zukunft ist da, wo alles Leid und aller Schmerz vergangen ist und es nur Freude über Freude gibt. Der Mensch, der an diesen Jesus Christus glaubt, ist auf dem Wege in eine herrliche Zukunft hinein. Wir als Christen, also du und ich, sind durch unseren Herrn und Heiland einer herrlichen Zukunft gewiss. Wir sind als eine christusgläubige Gemeinde gemeinsam auf dem Wege zum ewigen Leben. Auf diesem Wege sollen wir uns gegenseitig helfen, dass wir alle einmal ans rechte Ziel kommen können, dafür sind auch die verschiedenen Dienste in der Gemeinde eingesetzt. Auf diesem Wege sollen wir uns gegenseitig Mut machen, trösten und stärken und auch durch Mahnungen wieder zurecht helfen. Denn das ist klar, dass in jeder Situation Gefahren und Versuchungen lauern, die uns von dem rechten Weg abirren lassen wollen. Denken wir einmal ganz klar an die Tatsache, dass die einzige Garantie für unseren rechten Weg in diesem Jesus Christus liegt. Mit ihm kommen wir immer ans Ziel, ohne Jesus erreichen wir dieses Ziel niemals. Darum besteht darin für uns die grösste Versuchung, wenn jemand auftritt, der uns von diesem Jesus Christus weglocken will, der uns auffordert, nicht mehr allein auf ihn unsere ganze Hoffnung und unser Vertrauen zu setzen. Wenn Jesus seine Jünger und damit auch uns durch sein Wort warnt und mahnt: "Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig sind sie aber reissende Wölfe", dann mahnt und warnt er uns vor solchen Menschen, die uns von ihm, dem einzigen Heiland weglocken und vom rechten Weg abbringen wollen. Die grösste Gefahr für uns, vom rechten Weg abzuirren, sehen wir nicht in den Menschen, die uns bewusst auf den Kopf zusagen: Ihr macht euch mit eurem Glauben an Jesus Christus lächerlich. Ihr glaubt doch wohl selbst nicht, dass er euch das Paradies auf Erden bringt, folgt uns nach! Wir schaffen es aus eigener Kraft, dieses Paradies mit einem herrlichen Leben. Und dieses nicht erst im Jenseits, sondern schon jetzt hier auf dieser Erde. Wir wissen, dass der Kommunismus in dieser Weise zu uns spricht und den Menschen auf seinen Weg bringen will. Aber nicht nur er allein, sondern eigentlich alle Ideen, die hinter den Programmen aller politischen Parteien stehen, versprechen eine herrlich Zukunft, aber ohne Jesus Christus. Wir können schon sagen, dass diese politischen und philosophischen Ideen, die eine herrliche Zuykunft ohne Jesus Christus versprechen, für eine christusgläubige Gemeinde nicht eine sehr grosse Gefahr bilden, weil fast ein Blinder den Teufelspferdefuss bei solchen politischen Heilslehren erkennen kann. Es bleibt selbstverständlich trotzdem die Warnung, uns durch sie nicht von unserem Wege in die ewige Herrlichkeit, der Christus heisst, abbringen zu lassen Allerdings wird mit dem heutigen Wort vor einer viel grösseren Gefahr gewarnt: "Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, aber inwendig sind sie reissende Wölfe." Es lauern auf uns auf unserem Wege zum ewigen Heil Versuchungen und Gefahren, die uns von Jesus Christus wegbringen können, die wir so leicht nicht als Verführung erkennen. Diese Versuchungen und Verführungen, uns von dem allein rechten Weg abbringen zu wollen, der Jesus Christus heisst, treffen auf uns inmitten der Christenheit, inmitten der christlichen Kirchem selbst inmitten der evangelischen Kirchen. Überall da, wo neben Jesus Christus irgendetwas als so wichtig verkündigt wird, dass es unbedingt zum Heil notwendig sein soll, da ist die Verführung am Werk. Es ist die Verführung, die uns vom allein rechten Weg, der Jesus Christus heisst, abbringen möchte. Diese so grosse Gefahr liegt eben darin, dass sie zu uns kommt in einem christlichen Gewande, die Jesus Christus wohl gelten lässt, aber in ihm nicht allein den EINZIGEN WEG zur ewigen Herrlichkeit sieht und bekennt. Das war die grosse Versuchung und auch Verführung in der Deutschen Evgl. Kirche in Deutschland während der Hitlerzeit, dass grosse Scharen von Menschen in der Kirche meinten, sie könnten an Jesus Christus glauben, zugleich wäre es aber zum Heil notwendig, das als Wahrheit für eine bessere Zeit anzunehmen, was Adolf Hitler tat und sagte und das war: Der deutsche Mensch ist der beste Mensch der Welt und dieser Mensch wird der ganzen Menschheit eine herrliche Zukunft vorbereiten. Dieses wurde nicht nur in den Parteiversammlungen hinausgeschrieen, sondern es wurde in vielen evangelischen Kirchen so gepredigt und man glaubte dabei noch, gute Christen zu sein. In verschiedenen Kirchen wurde das Kruzifix auf dem Altar durch ein Hitlerbild ersetzt. Dann aber kam zum Glück und zum Heil unserer evangelischen Kirche in Deutschland die Erkenntnis, dass diese beiden Dinge Jesus Christus und Hitler, der christliche Glaube und der Glaube an den guten deutschen Menschen, die Kirchen vom rechten Wege, der JESUS CHRISTUS ALLEIN ist, wegführt in die ewige Verdammnis hinein. so führte diese Erkenntnis dazu, dass die Evangelische Kirche Deutschlands vor allen Menschen, auch vor Hitler und seinen Genossen bekannte: Der Weg des Heiles führt ausschliesslich und allein über Jesus Christus und über sonst niemanden, nicht HEIL HITLER, sondern HEIL CHRISTUS. Aber gefährlich wird es auch, so komisch es klingen mag, wenn es z.B. auf einem älteren Katechismus unserer La Plata-Synode heisst: "Gottes Wort und Luthers Lehr vergehen nun und nimmermehr!" Selbstverständlich verdanken wir sehr viel unserem Reformator Dr. Martin Luther. Aber das auch wir seine Lehre auf die selbe Stufe stellten mit Gottes Wort, mit dem Evangelium, das war damals und würde es auch heute sein, ein wenig zu stark. Das zieht leicht die Verführung mit sich, dass nicht Jesus Christus allein das Tor zum ewigen Leben angesehen wird, sondrn Jesus Christus und Martin Luther. Das geht nicht, zumal Martin Luther selbst darüber sich entsetzt hatte, dass man die Christen der Reformationszeit LUTHERANER nannte. Gerade Luther hatte dieses Jesus Christus allein in einer ganz neuen damals verkündigt. Also überall da, wo neben Jeus Christus irgendeine andere Gestalt als zum Heile notwendig verkündigt mwird, da kommt der Wolf im Schafskleid in Sicht, da gilt es aufzupassen: Jesus und Hitler, Jesus und Luther, Jesus und der Papst, Jesus und Maria, Jesus und Frau Ellen White, Propfetin der Adventisten, Jesus und Herr Smith von den Mormonen, Jesus und Rutherford von den Testigos de Jehova. Wo neben Jesus Christus noch eine andere menschliche Gestalt erscheint, da gilt es aufzupassen, da droht uns Verführung. So könnte selbst Martin Luther, dem wir soviel verdanken, zur Versuchung und Anfechtung werden. Aber es gibt auch Versuchungen, die Jesus sagen und nicht einen Menschen daneben, sondern eine Lehre daneben nennen, wie z.B.: Jesus Christus ist der Weg des Lebens, aber dazu musst du den Sabbat halten. Jesus Christus führt uns zum ewigen Heil, aber dazu ist neben Jesus Christus auch die Grosstaufe oder die Wiedertaufe nötig. Selbstverständlich kann man an verschiedenen Punkten im Glauben verschiedener Ansicht sein, z.B.über Kinder- oder Grosstaufe, über Sonntag oder Samstag, aber diese Dinge als entschieden wichtig neben Jesus Christus zu stellen, bedeutet die Gefahr, die Versuchung, vom rechten Weg abzufallen, der allein, ausschliesslich und allein Jesus Christus heisst. Selbst so entscheidende Dinge wie Glaube oder Bekehrung können unter Christen eine solche Stellung einnehmen, dass sie sich neben Jesus Christus stellen, wie Maria sich in der katholischen Kirche neben Christus gestellt hat, und damit den Herrn von dem alleinigen Weg verdrängen. Denken wir an das, was in der Schrift mit Bekehrung gemeint ist. Überall da, wo das Evangelium von Jesus Christus in rechter Weise verkündigt wird, da geschehen Bekehrungen, da lassen Menschen von ihrem bisherigen bösen Weg und folgen Jesus Christus nach und leben nach seinem Willen. Je mehr und je besser Jesus Christus verkündigt wird, desto mehr kommen Menschen und werden ihm und seinem Worte gehorsam. Und nun kommt die Verführung über uns, dass wir sagen, Jesus Christus und deine Bekehrung bringen dich in den Himmel, wie es oft bei den Kongregationalen oder bei den Brüderkonferenzen geschieht. Das ist dasselbe, wie wenn ich sage: Jesus und der Papst, Jesus und die Grosswtaufe, Jesus und der Sababat, bringen dich in den Himmel. Und indem nun in einer Kirche neben Jesus Christus als Zeichen der Echtheit des Glauben die Bekehrung gefordert wird, dränge ich Jesus Christus von seinem Platz. Er aber will allein der Weg zum Heil sein. Er sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich." Stellen wir neben Jesus Christus unsere Bekehrung als Vorausetzung dafür, dass wir uns auf dem rechten Wege sind, dann ist es selbstverständlich, dass wir mehr von der Bekehrung predigen als von Jesus Christus. Je mehr wir von der Bekehrung predigen, haben wir weniger Zeit, Jesus Christus zu verkündigen und das Wort Gottes auszulegen. Die Bekehrungspredigt verdrängt die Christuspredigt und schliesslich wird sie nur noch ein psychologischer Vortrag mit bestimmten Fragetechniken über die Bekehrung, die aber nicht von Jesus Christus herkommen. Eine echte Bekehrung geschieht aber immer ohne unser menschliches Zutun, auch ohne die Aufforderung durch den Prediger, allein durch die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus, So warnt uns unser heutiges Wort davor, unter keinen Umständen davon abzuweichen, dass ausschliesslich und allein Jesus Christus uns den Weg zum Heil weisen kann. Nur in ihm allein haben wir das Heil, und sonst in niemand anderem und niemand anderes. Und Jesus warnt uns davor, etwas anderes daneben zu stellen. Diese Warnung gilt der ganzen Christenheit. an allen Orten und durch alle Zeiten hindurch bis auf den heutigen Tag: "Hütet euch vor den falschen Propheten!" Hütet euch davor, selbst wenn ich es als euer Pfarrer tun würde, euch neben Jesus Christus etwas anderes zu verkündigen! Paulus schreibt: "WIR PREDIGEN NICHT UNS SELBST, SONDERN JESUS CHRIUSTUS, DASS ER SEI DER HERR."
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