| Bergpredigt (08a) | Lugar/Ort:Grabschental
Fecha/Datum:24/08/1980 | Otros Lugares/Weitere Predigtorte: Crucesitas 7a, 27-9-1981 Meroú, 4-10-1981 | | Año Eclesiástico/Kirchenjahr:15. Sonntag nach Trinitatis | | Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Matthäus 6, 24-34 | | |
| Skopus: Sorget nicht | | Die Bergpredigt ( 8a) - Matthäus 6, 24-34 "Jesus lehrte seine Jünger und sprach: Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhangen und den anderen verachten.Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nich das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen kann, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eine. So denn Gorr das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiss, dass ihr des alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht für den anderen Morgen, denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe."
Die Entscheidung, die jeder Mensch zu fällen hat und die dann sein ganzes Leben in eine bestimmte Richtung führen wird, wird in den Versen vor unserem Text als eine Entscheidung zwischen Licht und Finsternis erklärt. In unseren gelesenen Versen werden wir vor die Wahl gestellt, uns zwischen 2 Herren zu entscheiden, den einen lieben und den anderen hassen oder umgekehrt. Beide zugleich zu dienen, beide zugleich zu lieben, wird als unmöglich angesehen. Dann wird uns ganz konkret erklärt, wer diese beiden Herren sind, die von uns eine Entscheidung, ein ENTWEDER-ODER verlangen: Gott oder der Mammon. Wer dirigiert unser ganz persönliches Leben? Gott, der uns liebt, der seiunen Sohn Jesus Christus zu uns geschickt hat, um uns eine wahres und echtes menschliches Leben vorzuleben oder ist es der Mammon, der Götze Eigentum und Geld, der uns nicht zur Ruhe kommen lässt in dem Streben nach mehr und immer noch mehr. Und diesem Streben müssten wir alles unterordnen, selbst das Verhältnis zu unseren Lieben. Diese Entscheidung zwischen Licht und Finsternsis, Gott und Mammon, ist nicht nur einmal zu fällen, sondern alle Tage und in jeder Situation neu. Unser Predigttext ist ein Teil der Bergpredigt unseres Herrn Jesus Christus. Und die Bergpredigt kommt vom Repräsentanten des Reiches Gottes, das hier schon beginnt und das einmal mitten unter uns vollendet werden wird. Diese Bergpredigt als Regierungsprogramm für das Reich Gottes setzt voraus, dass wir, die wir zu Jesus Christus gehören und seine Jünger sind und uns nach ihm Christen nennen, Untertanen, Bürger, im Reiche Gottes sind und davor gewarnt werden sollen, in unseren alltäglichen Entscheidungen wieder zurückzufallen aus dem Licht in die Finsternis oder beginnen, nach den Anweisungen des Mammons unser Leben zu gestalten und damit verleugnen, dass wir Bürger des Reiches Gottes sind: "Ihr könnt nicht Gott dienen, wozu ihr berufen seid, und dem Mammon", der alles dransetzt, euch wieder aus dem Reich Gottes herauszuholen. Jesus Christus hat in diesem seinem Regierungsprogramm durch unseren Text auch aufgezeigt, wie wenigstens an einem Punkte im Leben der Unterschied aussieht zwischen einem Menschen, der Gott dient, und einem, der auf die Anweisungen hört, die Mammon ihm zuflüstert. Das Kennzeichen eines Menschen, der Gott dient, ist, dass er sich nicht von der Sorge um sein Essen, um seine Gesundheit, um seine Kleidung und um sein Leben auffressen lässt. Damit wertet er nicht das Essen, die Gesundheit, die Kleidung oder das Leben überhaupt ab, auch wird nicht dadurch ein vernünftiges Planen unseres Lebens mit allem, was dazu gehört, und eine Vorsorge für die Zukunft abgewehrt. Jesus will sagen, dass unser Leben und seine Gestaltung mit allem, was dazu gehört, das Planen und die Vorsorge für die Zukunft nicht den ersten Platz in unserem Leben einnehmen soll. Besonders darf die Gestaltung dieses unseres Leben nicht dazu führen, dass wir dadurch anderen Menschen dieses Leben unmöglich machen, indem wir ihnen das Letzte, dass sie zum Leben nötig haben, wegnehmen, indem wir ihnen nicht den gerechten Lohn bezahlen, die Preise in die Höhe treiben auf der einen Seite und wenn es uns dient, sie möglich niedrig haben wollen, indem wir sie um Hab und Gut betrúgen und dabei sogar vor Totschlag nicht zurückschrecken. Alles dieses geschieht meistens eben, um uns durch viel Hab und Gut und Geld unser Leben zu sichern und um unsere Zukunft zu planen. Wer so um sein Leben und seine Zukunft besorgt ist, der hat, weil er dadurch dem Mammon dient, etwas Entscheidendes vergessen, dass nämlich Gott, der Herr, nicht nur der Schöpfer Himmels und der Erde ist, sondrn auch sein ganz persönlicher Schöpfer. Und wer ihn zum Freunde hat, braucht nicht in der angegebenen Weise zu hasten und zu rennen und zu jagen, der steht in der Hand dessen, der ihm sogar seine ganze Liebe versprochen hat. Wer ihn aber zum Feinde haben will, der hat kein zufriedenes und kein glückliches Leben und auch nicht seine Zukunft gesichert, selbst wenn er der reichste Mann der Welt wäre, selbst wenn ihm die ganze Welt gehörte. Wir kennen ja das Wort Jesu aus dem Gleichnis vom reichen Kornbauer, dass er zu diesem gesprochen hat: Du Narr, heute Nacht wird du sterben und was hast du dann von deinem ganzen Rennen und Hasten und Schrappen und deinem ganzen Reichtum? Besser wäre es, wenn er stattdessen seine Zeit und sein Geld dazu verwendet hätte, um im Dienste Jesu Christi anderen Menschen ein menschliches Leben zu ermöglichen. Wer kann auch seinem Leben nur einen Tag hinzufügen, gegen den Willen seines Schöpfers? NIEMAND. Wer dem Mammon als seinem Herrn dient, bringt es ebenso wenig fertig, sein Leben als ein Geschöpf Gottes zu gestalten. Jesus sagt uns hier, dass nach dem allen die Heiden trachten. Und ein Christ, der sich sorgt und sichert, ebenfalls in der Gefahr steht, zum Heiden zu werden, weil der Mammon dann sein Gott geworden ist. Diese Gefahr besteht allerdings bei uns allen. Wir werden eingeladen, Gott zu dienen und das Sorgen zu lassen, und zwar führt Jesus viele Beispiele an, dass, wer Gott vertraut, nicht zuschanden wird. Wie singt Paul Gerhardt: "Dem Herren musst du trauen, wenn dirs soll wohlergehen; auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich garnichts nehmen, es muss erbeten sein." Jesus zeigt in unserem Predigttext auf die Vögel unter dem Himmel, die sich auch nicht sorgen, die nicht nach mehr gieren, wenn sie satt sind. Sie säen nicht, auch ernten sie nicht und sammeln auch nicht in die Scheunen und Gott ernährt sie doch. Ein anderes Beispiel, dass uns klarmachen will, dass wir nicht für die Kleidung unseren Nächsten betrügen brauchen, ist das von den Lilien auf dem Felde, damals Unkraut auf dem Acker. Die Lilien arbeiten nicht und spinnen nicht und nähen sich auch keine Kleider und doch sind sie schöner in ihrer ganzen Blütenpracht als ein König Salomo in seinen prachtvollen Gewändern. Und wenn das mit den Lilien geschieht, "sollte Gott das nicht viel mehr auch bei uns tun?", wenn wir anfangen, uns nicht mehr zu sorgen und zu schrappen, wie wir Nahrung, Kleidung und Zukunft sichern können, ohne dabei nach rechts oder nach links zu schauen. Ja, Jesus selbst als der Repräsentant des Reiches Gottes gibt uns ein grosses Versprechen, dass das, was wir von Gott, unserem Schöpfer, gehört haben, noch unterstreicht: "Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen." Lebt nach den Ordnungen des Reiches Gottes, wie es besonders auch in der Bergpredigt proklamiert ist, dann ist euer Leben wirklich gesichert in jeder Beziehung. Ich will nur einige wenige Beispiele dazu angeben: "Selig sind, die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heissen. Selig sind die um Gerechtskeitss Willen verfolgt werden, denn das Himmelreich ist ihr. Liebet eure Feinde, segnet die euch fluchen. Tut wohl denen, die euch hassen. Bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet." Trachtet nach dem, was Gott will, sagt uns Jesus Christus, dann wird euch Nahrung, Kleidung und eine bessere Zukunft von selbst zufallen, denn das ist es gerade, wofür das Reich Gottes auf dieser Erde sich einsetzt, und zwar zum Wohle für alle, dann wird der Götze Mammon ausgeschaltet sein. Die Zukunft überlassen wir den Händen Gottes, womit wir uns heute beschäftigen sollen, sind die Nöte und Probleme und Schwierigkeiten des heutigen Tages für uns, für unsere Familie, für unseren Nachbarn, für unsere Gemeinde, für unsere Kirche,für unser Dorf und unser Land Argentinien, für diesen Kontinent und für die ganze Welt und dann haben wir genug zu tun.
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