| Amos 07 | Lugar/Ort:Aldea Protestante
Fecha/Datum:06/08/1959 | Otros Lugares/Weitere Predigtorte: Meroú, 1963 Reffino, 1963 Camarero, 1963 | | Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Wochengottesdienst/Bibelstunde | | Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Amos 9, 1 - 6 | | |
| Skopus: Strafvision über Israel | | A M O S (7) 9, 1 - 6 Und nun sieht Amos, der Schafhirte, zum letzten Male ein Visión, ein Bild, das Gott, der Herr, ihm zeigt, zur Vorbereitung auf seinen Predigtdienst. Wir wollen uns noch einmal kurz die ersten 4 Bilder vor Augen führen. Das 1. Bild: Heuschreckenplage-Gericht über die ganze Bevölkerung. Amos muss lernen, dass auch das Schlechte von Gott kommen kann. Das 2. Bild: Eine schwere Feuerkatastrophe nimmt den Bauern das Land weg und damit die Grundlage zum Leben. Amos darf es dabei erfahren, dass das Gebet eines Menschen es fertig bringt, Gott in seinen Plänen umzustimmen, ja sogar seinen Zorn und sein Gericht abzuwenden. Das 3. Bild: Gott steht mit einem Bleilot auf einer frisch erbauten Mauer. Die Gründung des Nordstaates im Lande Kanaan durch eine Revolution und die Schaffung einer neuen Kirche in diesem unrechten Staat sind gegen Gottes Willen, darum werden Staat und Kirche zerschlagen und vernichtete werden. Amos muss es lernen, dass es auch ein sinn- und zweckloses Bitten geben kann. Gott ist nicht verpflichtet, unser Beten zu erhören. Das 4. Bild: Ein Korb mit reifem Obst. Die Zeit des Gerichtes ist gekommen. So wie das Obst reif war zum Pflücken, so ist jetzt die Zeit reif zum Gericht über diesen Nordstaat Israel. Besonders wird damit das Gericht angezeigt über das Königshaus und über die Vornehmen des Volkes. Die Leichen der Vornehmen werden auf die Strasse geworfen. Während es in diesen 4 Visionen darum ging, in sehr eindrücklicher Weise dem Amos selbst einzuhämmern, dass das Gericht mit unabwendbarer göttlicher Notwendigkeit kommen muss, zeigt die 5. Vision, also die letzte Vision, besonders an, in welcher Weise das Gericht Úber den Nordstaat mit seiner Kirche und seiner Bevölkerung hereinbrechen wird. Amos sieht in diesem 5. Bild den Ablauf des Gerichtes Schlag auf Schlag. Wir sehen mit Amos vor dem Tempel in Beth El den Brandopferaltar, um ihn herum eine grosse Volksmenge. Auch der Tempel selbst ist bis auf den letzten Platz besetzt. Sehr wahrscheinlich befinden wir uns mitten in einem Gottesdienst anlässlich eines National-Feiertages in Anwesenheit des Königs und seiner Minister. Mitten im Gottesdienst erscheint Gott selbst am Eingang des Tempels am Brandopferaltar. Und ehe wir uns versehen, hat Gott mit eiserner Faust auf die Pfeiler geschlagen, die den ganzen Tempelbau zusammenhalten. In einem Nu bricht der ganze Tempel zusammen. Wir sehen nur einen Trümmerhaufen. Und alle Anwesenden mit dem König und mit den Ministern und mit den Priestern, noch gerade vorher Gotteslieder und Gebete auf den Lippen, liegen erschlagen unter den Trümmern begraben. Wir müssen hier ganz deutlich sehen, was eigentlich geschieht. Gott beginnt sein Gericht über ein ungehorsames Volk mit dem Gericht am Hause Gottes. Wir wissen es aus den Neuen Testament, dass das letzte Gericht Gottes am Jüngsten Tage über die ganze Welt ebenfalls beginnen wird mit dem Gericht an der Kirche, an der Gemeinde Jesu Christi. Erleben wir es nicht immer wieder, dass Gott, bevor er sein Gericht über ein Volk oder ein Land hereinbrechen lässt, zuerst die Kirche zusammenschlägt? Eine Kirche, die nicht von Gott selbst gegründet worden ist, ist eine falsche Kirche. Sie muss Gottes Zorn genauso spüren, wie die sogenannte böse Welt. Eine Kirche, die nur das tut, was der Staat sagt, der sie unterstützt und die nicht allein auf Gottes Wort hört, ist genauso dem Untergang geweiht wie der Staat auch, der sich an die Stelle Gottes setzt. Eine Kirche, die nicht Betrug als Betrug und Lüge als Lüge bezeichnet und nicht die Menschen davor warnt, dabei mitzumachen, braucht sich nicht zu wundern, wenn sie im Gericht Gottes an erster Stelle die harte Faust Gottes zu spüren bekommt. Viele Kirchen in den 2 Jahrtausenden haben diese harte Faust Gottes schon zu spüren bekommen und es ist von ihrer Existenz nur eine kurze Notiz in der Kirchengeschichte übriggeblieben. Glauben, Beten, Singen und Predigen ist also noch kein Kennzeichen einer wahren Kirche. Das alles gibt es in falschen Kirchen, ja, sogar im Heidentum auch. Das Wichtigste, um eine wahre Kirche zu sein, ist, dass diese Kirche von Gott selbst gewollt und gegründet sein muss und dass in dieser Kirche allein das geschieht, was Gott befiehlt. Das Gesicht also über den von Gott nicht gewollten Staat Israel beginnt beim Tempel, beim Hause der falschen Kirche. Dieser Tempel wird von Gott selbst so zusammengehauen, dass nur noch ein Trümmerhaufen übrigbleibt, unter den Trümmern finden wir die Leichen der Zerschmetterten. Aber es wurde schon gesagt, dass das Gericht am Hause Gottes beginnt, von dort geht es weiter über das ganze Land, über alle Menschen dieses Staates Israel. Keiner in diesem Nordstaat bleibt vor dem Zorn Gottes verschont, selbst die kleinen Kinder müssen dieses alles erleiden. Wir können annehmen, dass unter den verschiedenen Angaben über die Art des Gerichtes Erdbeben, Naturkatastrophen und Kriege gemeint sind, die dieses Volk vollständig ausrotten werden. Und aus jedem Verse spüren wir es, wie es dem Amos hier eingehämmert wird, dass niemand vor diesem Gericht Gottes fliehen kann. Selbst die Totenwelt, in die Menschen aus Angst und Grauen durch Selbstmord fliehen sollten, bietet keinen Schutz vor dem Zorn Gottes. Gott holt sie auch noch aus der Totenwelt heraus. Gottes Gericht ist also noch viel entsetzlicher als das, was wir uns unter dem Tod vorstellen können. Auch wenn ein Mensch versuchen sollte, mit einer Rakete in den Weltenraum zu entfliehen, wird Gott ihn einholen. Alle diese Anstrengungen wären nutzlos, denn Gott ist überall, auch noch hinter den Sternen, deren Entfernungen wir uns schon mit unserem menschlichen Verstand nicht vorstellen können. Wenn solche Fluchtversuche schon zwecklos sind, dann erst recht die Versuche, sich auf einem Berg oder im Meer zu verstecken. Selbst die, die glauben, dass sie durch eine Gefangenschaft bei den Siegern vor Gotteszorn bewahrt bleiben würden, irren sich, Gott herrscht auch über die Heiden und auch sie müssen letztlich tun, was er befiehlt, sie werden schon das Gericht Gottes an den Gefangenen vollziehen. Wir haben es schon bei der Auslegung des Jonabuches erlebt, wie der Prophet selbst versucht, vor Gott zu fliehen, und zwar nimmt er ein Schiff und will damit vom Lande Kanaan über das Mittelländische Meer nach Spanien fahren. Und er muss es erleben, dass niemand vor Gott fliehen kann, er hat ihn mitten auf dem Meer eingeholt. Aber das, was hier der Prophet Amos in diesen Bildern von Gott gesagt und gezeigt bekommt, ist ja noch viel eindrücklicher. Es gibt keine einzige Möglichkeit, sich vor Gott zu verstecken, Gott, der Herr, ist überall. Entsetzlich ist es darum, wenn Gottes Augen zornig auf einen Menschen, auf eine Familie, auf ein Volk, auf die ganze Menschheit herabschauen. Eigentlich ist es auch eine Selbstverständlichkeit, dass Gott, wenn er wirklich der eine und wahre Gott ist, der Himmel und Erde geschaffen hat, dass dieser Gott überall ist und alles in seiner Hand hält. Mit diesem 5. Bild, das Gott dem Schafhirten Amos zeigt, ist sein Studium der Theologie beendet und nun kann und muss er als ein Bote Gottes sich auf den Weg nach dem abgefallenen Staat Israel machen, um in dem Tempel der falschen Kirche in Beth El das Gericht Gottes zu verkündigen, so wie er es von Gott in den 5 Bildern gezeigt bekommen hat. Wir werden ihn bei dieser seiner Tätigkeit begleiten.
A M O S 9, 1 - 6 "Ich sah den Herrn auf dem Altar stehen und er sprach: Schlage an den Knauf, dass die Pfosten beben und die Stücke ihnen allen auf den Kopf fallen; und ihre Nachkommen will ich mit dem Schwert erwürgen, dass keiner entfliehen noch irgendeiner entgehen soll. Und wenn sie sich gleich in die Hölle vergrüben, soll sie doch meine Hand von dort holen; und wenn sie gen Himmel führen, will ich sie doch herunterstossen; und wenn sie sich gleich versteckten oben auf dem Berge Karmel, will ich sie doch daselbst suchen und herabholen; und wenn sie sich vor meinen Augen verbürgen im Grunde des Meeres, so will ich doch den Schlangen befehlen, die sie daselbst stechen sollen; und wenn sie vor ihren Feinden hin gefangen gingen, so will ich doch dem Schwert befehlen, dass es sie daselbst erwürgen soll. Denn ich will meine Augen über sie halten zum Unglück und nicht zum Guten. Denn der Herr Zebaoth ist ein solcher; wenn er ein Land anrührt, so zerschmilzt es, dass alle Einwohner trauern müssen; dass es soll ganz überlaufen werden wie mit einem Wasser und überschwemmt werden wie mit dem Fluss Ägyptens. Er ist's, der seinen Saal in den Himmel baut und seine Hütte auf der Erde gründet; er ruft dem Wasser im Meer und schüttet's auf das Erdreich, - er heisst Herr."
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